Was kostet Parkett abschleifen pro m²?
Die Kosten einer Sanierung hängen von mehreren Faktoren ab: vom Zustand des Bodens, davon wie viele Fugen gekittet werden müssen, ob einzelne Stäbe zu ersetzen sind, von der Größe und Anzahl der Räume und davon, ob du Vorleistungen wie das Ausräumen selbst übernimmst. Auch die gewünschte Oberfläche spielt mit, Öl und Lack unterscheiden sich im Aufwand. Wir kommen vorbei, schauen uns das kostenlos an und machen dir ein passendes, auf dich zugeschnittenes Angebot.
Wie oft kann man Parkett abschleifen?
Massivparkett verträgt über seine Lebensdauer fünf bis sieben Schliffe, Fertigparkett je nach Nutzschicht zwei bis drei. Pro Durchgang gehen etwa 0,5 bis 1 Millimeter Holz ab. Ein Massivboden aus den Fünfzigerjahren hat also oft noch Reserven für die nächsten Jahrzehnte, während ein günstiges Fertigparkett von 2010 vielleicht nur noch einen Schliff hergibt. Wie viel bei dir übrig ist, messen wir beim Aufmaß nach.
Woran erkenne ich, ob mein Parkett noch schleifbar ist?
Der Blick auf die Oberfläche täuscht fast immer. Kratzer und stumpfe Stellen sehen dramatisch aus, sitzen aber nur im Lack. Entscheidend ist, wie viel Holz über der Nut sitzt, und das sieht man an einer Schwelle, einem Lüftungsgitter oder dort, wo eine Diele fehlt. Ab etwa zwei Millimetern lässt sich sicher schleifen. Schick uns gern ein Foto, dann können wir schon vorab eine Einschätzung geben.
Wie lange dauert eine Parkettsanierung?
Ein Wohnzimmer mit 30 bis 40 Quadratmetern ist in zwei bis drei Arbeitstagen fertig. Das eigentliche Schleifen dauert meist nur einen Tag, den Rest brauchen die Trocknungszeiten zwischen den Lackaufträgen. Kommen viele offene Fugen, ein Fischgrätmuster oder der Austausch einzelner Stäbe dazu, planen wir einen Tag mehr ein. Der Zeitrahmen steht im Angebot, damit du deine Wohnung planen kannst.
Wann kann ich den Raum wieder betreten?
Nach dem Versiegeln etwa 24 Stunden, nach dem Ölen rund 12. Vorsichtig begehen mit Socken geht also schon am nächsten Tag. Möbel stellst du besser erst nach sieben Tagen zurück, bei Öl nach drei bis fünf, weil die Oberfläche in dieser Zeit noch durchhärtet. Teppiche kommen ganz zum Schluss, sonst härtet der Lack darunter ungleichmäßig aus.
Staubt das Schleifen in der ganzen Wohnung?
Deutlich weniger, als die meisten befürchten. Alle Maschinen sind an eine Absaugung angeschlossen, und zwischen den Räumen hängen wir Staubschutztüren ein. Ganz ohne Feinstaub geht es trotzdem nicht, deshalb decken wir angrenzende Bereiche ab und wischen am Ende durch. Was danach noch auffällt, ist der übliche Baustaub auf Fensterbänken, kein Belag im ganzen Haushalt.
Muss ich während der Arbeiten ausziehen?
Nein. Wir arbeiten in der Regel raumweise, damit die Wohnung bewohnbar bleibt. Gesperrt ist immer nur der Raum, in dem die Versiegelung gerade trocknet. Wird die gesamte Wohnfläche auf einmal gemacht, brauchst du für ein bis zwei Nächte ein Ausweichquartier. Das besprechen wir beim Aufmaß, damit du dich darauf einstellen kannst.
Müssen die Möbel raus?
Der Raum muss leer sein, sonst kommen wir mit der Maschine nicht bis an die Wand. Auf Wunsch übernehmen wir das Ausräumen und stellen alles nach dem Aushärten zurück. Einbauküchen und sehr schwere Schränke können stehen bleiben, dort sparen wir aus und arbeiten mit der Kantenschleifmaschine bis knapp heran.
Öl oder Lack, was ist besser?
Beides hält gleich lang, der Unterschied liegt in der Pflege. Lack bildet eine geschlossene Oberfläche, ist unempfindlich gegen Verschüttetes und braucht jahrelang nichts außer feuchtem Wischen. Irgendwann muss dafür die ganze Fläche neu gemacht werden. Öl lässt das Holz spürbar bleiben und sieht wärmer aus, will aber ein- bis zweimal im Jahr nachgeölt werden. Dafür kannst du einzelne Stellen ausbessern, ohne dass man es später sieht. Für Familien mit Kindern und Hunden empfehlen wir Lack, für Altbauwohnungen oft Öl.
Kann man Wasserflecken wegschleifen?
Dunkle Ränder sitzen meist nur in der Oberfläche und verschwinden beim Schleifen vollständig. Anders sieht es aus, wenn das Holz aufgequollen ist oder sich Stäbe gelöst haben. Dann hilft nur der Austausch der betroffenen Fläche, danach wird alles gemeinsam geschliffen, damit der Übergang nicht auffällt. Was in deinem Fall nötig ist, sehen wir beim Aufmaß.
Kann man auch nur einen einzelnen Raum sanieren?
Technisch spricht nichts dagegen, und viele machen es so. Zu bedenken ist nur der Farbunterschied: Ein frisch geschliffener Boden wirkt heller als der gealterte im Nachbarraum, weil Holz mit den Jahren nachdunkelt. Bei getrennten Räumen mit Türen fällt das kaum auf, bei einer durchgehenden Fläche schon. In dem Fall raten wir, alles gemeinsam zu machen.
Lässt sich altes Tafelparkett oder Fischgrät sanieren?
Ja, und genau das sind die dankbarsten Böden. Ein Fischgrät oder Tafelparkett aus den Zwanzigerjahren bekommt man in dieser Qualität heute kaum noch. Weil die Stäbe in verschiedene Richtungen laufen, wird über Kreuz geschliffen statt längs, sonst wird die Fläche nie eben. Fehlende oder gebrochene Stäbe ersetzen wir vorher, dazu passendes Altholz finden wir meist.
Geht das auch bei Parkett auf Fußbodenheizung?
Ja. Die Heizung wird einige Tage vor dem Schleifen heruntergefahren und nach dem Aushärten stufenweise wieder hochgefahren, damit das Holz nicht arbeitet. Wichtig ist außerdem eine Versiegelung, die für Fußbodenheizung freigegeben ist. Wenn du weißt, welche Heizung verbaut ist, sag es uns gleich bei der Anfrage, dann planen wir die Vorlaufzeit ein.
Kann die Farbe des Bodens verändert werden?
Ja. Nach dem Schleifen ist das rohe Holz offen und lässt sich weiß pigmentieren, beizen oder mit farbigem Öl behandeln. Aus einer dunklen Eiche wird so ein heller, skandinavisch wirkender Boden. Umgekehrt geht es genauso. Wir legen dir Musterbretter mit deiner eigenen Holzart vor, damit du die Wirkung im Raum siehst, bevor entschieden wird.
Lohnt sich Schleifen noch, oder besser neu verlegen?
Solange über der Nut zwei Millimeter Holz sitzen, lohnt Schleifen fast immer. Es kostet weniger als die Hälfte einer Neuverlegung, es bleibt das gewachsene Holz erhalten, und in einer bewohnten Wohnung geht es deutlich schneller. Ist der Boden durchgetreten, großflächig aufgequollen oder die Nutzschicht aufgebraucht, sagen wir das offen und rechnen dir beides gegenüber. Wir verkaufen dir keine Sanierung, die in zwei Jahren wieder dran ist.